Ratgeber Übersiedlung, Umzug und Entrümpelung in Österreich
Sperrmüll in Wien: Mistplatz, Regeln und wann sich ein Betrieb lohnt
Von der Offrano-Redaktion · · 4 Min. Lesezeit
Bei einer Übersiedlung oder Räumung in Wien fällt Sperrmüll an, und die Stadt bietet mit ihren Mistplätzen eine einfache Lösung für Haushaltsmengen. Die Mistplätze haben aber klare Regeln zu Mengen, Fahrzeugen und Anlieferern. Dieser Artikel erklärt, was Sie selbst hinbringen können, was die Regeln für Firmen bedeuten und wann ein Entrümpelungsbetrieb sinnvoller ist.
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Was die Mistplätze annehmen
Auf den Wiener Mistplätzen können Wienerinnen und Wiener Sperrmüll, Altstoffe und Problemstoffe in Haushaltsmengen abgeben. Die Leistungen sind grundsätzlich gratis, für Restmüll wird ein Entgelt verlangt. Welche Abfälle geeignet sind, steht im Mistplatz-ABC der Stadt. Gipsplatten werden auf den Mistplätzen nicht mehr angenommen und gehen zu spezialisierten Betrieben oder kostenpflichtig an einen bestimmten Standort.
Quelle: wien.gv.at · wien.gv.at
Mengen und Anlieferung
Die Benützung ist auf in Wien gemeldete Personen und Gewerbetreibende mit Sitz in Wien beschränkt. Grundsätzlich ist eine Einfahrt pro Tag mit bis zu einem Kubikmeter erlaubt; für bestimmte Stoffe gibt es Ausnahmen. Zugelassen sind Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, auch Leihfahrzeuge und Fahrzeuge von Möbelhäusern. Wer zu Fuß oder mit dem Rad kommt, darf mehrmals täglich abgeben, solange die Gesamtmenge nicht überschritten wird.
Für eine ganze Wohnung reicht ein Kubikmeter pro Tag selten. Wer selbst entsorgt, muss mehrere Tage einplanen.
Quelle: wien.gv.at
Regeln für Firmen und Botendienste
Gewerbefahrzeuge mit Kennzeichen außerhalb Wiens und Lieferfahrzeuge dieser Art dürfen nicht anliefern, ebenso Botendienste im Auftrag Dritter, es sei denn, die Auftraggeberin fährt mit. Gewerbliche gefährliche Abfälle werden nicht angenommen. Für Entrümpelungsbetriebe heißt das: Sie entsorgen in der Regel über eigene Wege bei berechtigten Sammlern, nicht über die Mistplätze der Privatpersonen.
Quelle: wien.gv.at
Selbst entsorgen oder entsorgen lassen
Für einzelne Möbel, ein paar Säcke und Kartons ist der Mistplatz ideal: günstig, nah und schnell. Bei einer ganzen Wohnung, einer Verlassenschaft oder einem vollgestellten Keller wird es mühsam: Tragen, Laden, mehrere Fahrten, Mengenbegrenzung und Sortierung nach Stoffen. Ein Entrümpelungsbetrieb übernimmt das in einem Zug, sortiert und bringt alles an die richtigen Stellen. Was günstiger ist, hängt von Menge, Stockwerk und Ihrer Zeit ab.
Der 48er-Tandler: Wiederverwendung
Die Stadt Wien betreibt mit dem 48er-Tandler eine Möglichkeit, gut erhaltene Gegenstände weiterzugeben, statt sie zu entsorgen. Bevor funktionierende Möbel oder Hausrat im Sperrmüll landen, lohnt die Frage, ob sie dort oder bei sozialen Einrichtungen einen neuen Besitzer finden. Viele Entrümpler rechnen verwertbare Stücke an oder geben sie weiter.
Quelle: wien.gv.at
Problemstoffe richtig abgeben
- Farben, Lacke und Lösungsmittel in Originalgebinden
- Batterien und Akkus getrennt vom Gerät, soweit entnehmbar
- Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren bruchsicher verpackt
- Spraydosen mit Restinhalt
- Altmedikamente nach den Vorgaben der Stadt
Beim Umzug gleich mitdenken
Wer übersiedelt, kann vieles schon vor dem Umzugstag aussortieren und auf den Mistplatz bringen, statt es mitzunehmen. Das spart Volumen beim Transport. Gleichzeitig muss bei einer Wohnungsrückgabe oft ein bestimmter Zustand erreicht werden. Planen Sie Entrümpelung, Übersiedlung und Endreinigung als Abfolge und klären Sie mit der Umzugsfirma, ob sie Entsorgung mit anbietet.
Typische Fehler
- Mit einem großen Transporter ohne passende Zulassung zum Mistplatz gefahren.
- Die Tagesmenge überschritten und abgewiesen worden.
- Gipsplatten oder Bauschutt in großen Mengen mitgebracht.
- Einen Botendienst geschickt, ohne selbst mitzufahren.
- Brauchbare Möbel entsorgt, statt sie weiterzugeben.
Sperrmüllabholung durch die Stadt
Neben den Mistplätzen bietet die Stadt Wien eine kostenpflichtige Sperrmüllabholung an. Sie ist bequem, wenn Sie kein passendes Fahrzeug haben, aber keine Lösung für eine ganze Wohnung, die erst ausgeräumt und sortiert werden muss. Die aktuellen Bedingungen stehen auf den Seiten der Stadt.
Quelle: wien.gv.at
Ein Beispiel aus Ottakring
Nach dem Umzug der Großeltern in eine kleinere Wohnung ist die alte Wohnung im 16. Bezirk zu räumen. Die Familie bringt an zwei Samstagen kleinere Möbel und Kartons selbst zum Mistplatz, jeweils mit dem eigenen Pkw innerhalb der Tagesmenge. Für die großen Schränke, die Küche und den vollen Keller beauftragt sie einen Entrümpler, der die Wohnung in einem Tag besenrein übergibt und die Entsorgung nachweist. Zwei gut erhaltene Kommoden gehen an den 48er-Tandler.
Quelle: wien.gv.at
Übersiedlung und Halteverbot in Wien
Wer in Wien übersiedelt und dabei auch entrümpelt, braucht oft an beiden Tagen Platz für ein Fahrzeug vor dem Haus. Eine kurzfristige Halteverbotszone beantragen Sie bei der MA 46 rechtzeitig vorher. Mehr dazu auf unserer Seite zur Übersiedlung in Wien.
Quelle: wien.gv.at
Was ein Entrümpler in Wien wissen muss
- Bezirk, Straße und Stockwerk, Lift und Zufahrt
- Umfang: einzelne Räume, ganze Wohnung, Keller oder Dachboden
- Fotos der Räume und besonders schwerer Stücke
- Problemstoffe, Elektrogeräte und Gipsplatten
- gewünschter Übergabezustand und Termin
Anfrage über Offrano
Über Offrano geht Ihre Anfrage für eine Entrümpelung in Wien an genau einen Betrieb. Nennen Sie Bezirk, Wohnungsgröße, Stockwerk und ob es Problemstoffe gibt; die Anfrage ist für Sie kostenlos.